Schmetterlingsblumen

Was ist in der BUND Schmetterlings-Samenmischung enthalten?

Wir haben für unsere Schmetterlingsaktion 2017 eine regionale Mischung der Rieger-Hoffmann GmbH für Baden-Württemberg verwendet, den Schmetterlings- und Wildbienensaum und  liebevoll per Hand abgefüllt.

Charakteristik
Die Mischung besteht aus 90% Wildblumen und berücksichtigt in besonderem Maß die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen. Untergräser (10%) dienen als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Ein langer Blühaspekt mit einigen frühzeitig blühenden Arten, wie dem Barbarakraut, bis zu Hochsommerarten (Wegwarten und Malven) garantiert eine kontinuierliche Sammelquelle. Darüber hinaus natürlich auch für den Menschen attraktiv. Einige einjährige Arten sorgen dafür, dass bereits ab dem ersten Jahr ein ansprechender Bestand entsteht.
In den Folgejahren werden sie von ausdauernden Arten ersetzt. Der Saum erreicht dann eine Höhe von 60-140 cm.

Pflege
Nach erfolgter Bestandsentwicklung genügt eine einmalige Mahd im Spätherbst oder noch besser im Frühjahr. Wintersteher bieten Ansitzwarten für Vögel und die Samen sind begehrtes Winterfutter. Idealerweise wird nicht gemulcht, sondern gemäht und das Mahdgut abgeräumt. An manchen Standorten reicht auch eine Mahd in zwei- bis dreijährigem Abstand.

 

Die Mischung enthält
Blumen 90%  Deutscher Name mit Wikipedia Link % PR 7
Achillea millefolium Gewöhnliche Schafgarbe 1,50
Agrimonia eupatoria Kleiner Odermennig 4,00
Ballota nigra Gewöhnliche Schwarznessel 0,30
Barbarea vulgaris Barbarakraut 1,80
Betonica officinalis Heilziest 1,00
Campanula patula Wiesen-Glockenblume 0,10
Campanula persicifolia Pfirsichblättrige Glockenblume 0,20
Campanula rapunculoides Acker-Glockenblume 0,10
Campanula rotundifolia Rundblättrige Glockenblume 0,10
Campanula trachelium Nesselblättrige Glockenblume 0,10
Carduus nutans Nickende Kratzdistel 0,50
Carum carvi Wiesen-Kümmel 3,00
Centaurea cyanus Kornblume 7,00
Centaurea jacea Wiesen-Flockenblume 1,50
Centaurea scabiosa Skabiosen-Flockenblume 1,50
Cichorium intybus Gewöhnliche Wegwarte 3,00
Clinopodium vulgare Gewöhnlicher Wirbeldost 0,40
Daucus carota Wilde Möhre 2,50
Dianthus carthusianorum Kartäusernelke 1,20
Dipsacus fullonum Wilde Karde 0,30
Echium vulgare Gewöhnlicher Natternkopf 5,00
Galium album Weißes Labkraut 1,50
Galium verum Echtes Labkraut 1,00
Hypericum perforatum Echtes Johanniskraut 1,00
Hypochoeris radicata Gewöhnliches Ferkelkraut 0,70
Knautia arvensis Acker-Witwenblume 1,50
Leontodon autumnalis Herbst-Löwenzahn 0,50
Leucanthemum ircutianum/vulgare Wiesen-Margerite 4,00
Linaria vulgaris Gewöhnliches Leinkraut 0,20
Lotus corniculatus Hornschotenklee 2,00
Malva alcea Spitzblatt-Malve 1,00
Malva moschata Moschus-Malve 2,00
Malva sylvestris Wilde Malve 2,00
Medicago lupulina Gelbklee 3,00
Origanum vulgare Gewöhnlicher Dost 0,50
Papaver rhoeas Klatschmohn 2,00
Pastinaca sativa Gewöhnlicher Pastinak 2,50
Picris hieracioides Gewöhnliches Bitterkraut 0,30
Plantago lanceolata Spitzwegerich 2,00
Plantago media Mittlerer Wegerich 0,50
Potentilla erecta Blutwurz 0,20
Potentilla verna Frühlings-Fingerkraut 0,30
Primula veris Frühlings-Schlüsselblume 0,40
Prunella vulgaris Gewöhnliche Braunelle 2,00
Salvia pratensis Wiesen-Salbei 5,30
Saponaria officinalis Echtes Seifenkraut 2,00
Scrophularia nodosa Knoten-Braunwurz 0,50
Silene latifolia ssp. alba Weiße Lichtnelke 4,00
Silene vulgaris Gewöhnliches Leimkraut 3,50
Sinapis arvensis Ackersenf 2,00
Solidago virgaurea Gewöhnliche Goldrute 0,30
Stachys sylvatica Wald-Ziest 0,50
Tanacetum vulgare Rainfarn 0,10
Thymus pulegioides Gewöhnlicher Thymian 0,20
Tragopogon pratensis Wiesen-Bocksbart 2,00
Trifolium medium Mittlerer Klee 0,50
Verbascum nigrum Schwarze Königskerze 0,50
Verbascum thapsus Kleinblütige Königskerze 2,00
Vicia sepium Zaunwicke 0,40
90,00
Gräser 10%
Anthoxanthum odoratum Gewöhnliches Ruchgras 2,00
Briza media Gewöhnliches Zittergras 2,00
Bromus erectus Aufrechte Trespe 3,00
Cynosurus cristatus Weide-Kammgras 1,00
Festuca guestfalica (ovina) Schafschwingel 2,00
10,00
Gesamt: 100,00

 

 

Schmetterlingsparadies:

Anlage von Blumenwiesen für unsere einheimischen Schmetterlinge und Insekten
Ansaat- und Pflegeanleitung

Einen einfachen Einstieg in einen schmetterlingsfreundlichen Garten bietet eine Wildblumenwiese. Wildblumen gedeihen am besten auf nährstoffarmen (mageren) Böden. Viele Pflanzen sind auf Schmetterlinge als Bestäuber angewiesen und bieten den Nektar als „Gegenleistung“ für den Pollentransport. Dieses über Jahrmillionen gewachsene Zusammenspiel wird heute oft gestört, zum Beispiel durch Zierpflanzen, die keinen Nektar geben. Bunt blühende Wiesen und Säume beleben nicht nur das Landschaftsbild, sondern liefern einen Beitrag zum Naturschutz. Naturnahe, magere Wiesen bieten vielen Arten, insbesondere Schmetterlingen und anderen anspruchsvolleren Insektenarten eine Nahrungsgrundlage. Wie lege ich eine bunte Blumenwiese an?

Ansaat der Blumenwiese
Aussaatzeitraum: Februar – Mai oder Ende August – Ende November (vorzugsweise bei feuchter Witterung). Achtung: Schnecken lieben auch Wildblumenkeimlinge! Regelmäßig Schnecken absammeln.

Bodenbearbeitung: Voraussetzung zur Ansaat des Blumenwiesensaatguts
Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Wiesenfläche auf dem Schulgelände anzulegen.

1. Möglichkeit: Ansaat in eine Wiesenfläche
• Wiese oder Rasen (kein Sportrasen) abmähen
• stark vertikutieren, d.h. die Grasnarbe stark aufreißen
• 1 g – 2 g/m² Blumenwiesen – Saatgut (100 % Kräuter) oben aufstreuen
• Bodenschluss durch Anwalzen oder Festtreten herstellen

2. Möglichkeit: Ansaat in eine Wiesenfläche
• Grasnarbe 10 cm dick abtragen (die Grasnarbe kompostieren oder unter Büschen verteilen, da es sich um wertvollen Humus handelt)
• Boden etwas auflockern und dann mit einem Rechen eben ziehen.
• 1 g – 2 g/m² Blumenwiesen – Saatgut (100 % Kräuter) oben aufstreuen
• Bodenschluss durch Anwalzen oder Festtreten herstellen

3. Möglichkeit Ansaat auf ein Beet
• Unkraut entfernen
• Boden auflockern und dann mit einem Rechen eben ziehen.
• 1 g – 2 g/m² Blumenwiesen – Saatgut (100 % Kräuter) oben aufstreuen
• Bodenschluss durch Anwalzen oder Festtreten herstellen

Pflege
Gräser weiterhin kurz halten, bis die neu ausgesäten Kräuter Rosetten gebildet haben. Anfang Mai des Folgejahres nochmals einen Pflegeschnitt durchführen. Erst jetzt wachsen und blühen lassen. Die Schnitthäufigkeit in den folgenden Jahren richtet sich nach Standort und gewünschtem Pflanzenbestand. Fettwiesen sollten zwei- bis dreimal im Jahr gemäht werden, Wiesen auf mageren Standorten können – mit Schnittzeitpunkt im Spätsommer – einmähdig bewirtschaftet werden.

Düngung
Eine Düngung sollte unterlassen werden. Je magerer der Boden, umso blütenreicher
entwickeln sich die Wildblumen.

Viel Spaß mit der Blumenwiese und beim Beobachten der Schmetterlinge!